T-Systems

Scrum in der Kundendatenbewertung RMC der T-Systems

In kurzer Zeit und ohne konkret detaillierte Vorstellung der Fachseiten sollte ein Framework für eine kostengünstige und flexible Softwarelösung zum Bewerten von Kundendaten für internationale Schwesterunternehmen erstellt werden.

Die T-Systems-Mitarbeiter Herr Jens-Oliver Siepmann und Frau Hye-Jin Park, Mitglieder im Projekt RMC sollten dazu einen Prototypen entwickeln. Mit diesem wollte das Projektteam testen, wie man ein solches Framework leicht konfigurierbar in die existierende IT-Infrastruktur integrieren könnte. Die Detailvorgaben blieben vage, das Budget knapp. Siepmann und Park setzen auf Scrum als Methode zur Umsetzung in unklaren Vorhaben.

Ein Team aus Business-Analysten, Entwickler, Tester und ein Scrum Master fanden sich als Startteam. Mit dabei auch  Angelika Drach als Coach von improuv. Für die meisten war Scrum und agile Softwareentwicklung vollkommen neu. Ein zweitägiger Workshop legte Grundlagen und Spielregeln in einem Charter fest. Das schnell startende ‘Pits-Team’ ist bis heute legendär.

Die Energie war ansteckend. Das Team kannte sich vorher nicht und war nach zwei Wochen operativ. Alle liebten die Herausforderung und gaben ihr Bestes. Nach den ersten beiden Wochen-Sprints machte sich erstmal Ernüchterung breit. Alle hatten viel gearbeitet, doch Fortschritt war kaum erkennbar, man steckte immer noch in Diskussionen — typische Fragen und Unsicherheiten wurden geklärt:

  • Wie macht man aus einer Vision ein Product Backlog?
  • Sind technische User Stories erlaubt?
  • Darf man bei der Sprint-Demo auch einen Dummy-Prototypen zeigen?
  • Wie schafft man es, dass richtig getestet wird und nicht erst einen Tag vor Sprint-Ende?

Nach drei Wochen wechselte das Scrum-Team in einen zweiwöchigen Rhythmus und konnte so der Fachseite bei jedem Review ein neues Feature zeigen. So entwickelte sich aus der Produkt-Vision On-Demand System (ODS) Sprint für Sprint eine tragfähige Architektur und ein funktionsfähiges Application Framework. Drei Monate später schließlich präsentierte das Team den fertigen ODS-Prototypen dem anfordernden Fach-Publikum. Die Machbarkeit war somit bewiesen und die Entscheidung folgte umgehend: Das System wird weiterentwickelt!

Das Team Pits existiert heute nicht mehr. Angesichts des Erfolgs wurde jedoch das gesamte Projekt RMC auf Scrum umgestellt. Heute arbeiten drei Teams mit Scrum an unterschiedlichen Produkten. Die erfahrenen Pits-Mitglieder arbeiten nun bei anderen Teams mit. Aber bis heute fühlen die Ehemaligen die große Aufbruchstimmung von damals.

Jens-Oliver Siepmann, Hye-Jin Park, T-Systems
Angelika Drach, improuv

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