Gespeichert von Stefan Knecht am So, 03/10/2019 - 00:00

Eine der wiederkehrenden Figuren der Asterix-Serie ist dieser Fischhändler, vielleicht erinnern Sie sich — in 'Asterix in Spanien' tauchte er das erste Mal auf. In der deutschen Ausgabe heisst er 'Verleihnix' und trägt ein schwarzes Wams über dem Bauch. Er hat zwar ein Fischerboot, doch fischt er nicht selbst und frisch, sondern kauft seinen Fisch aus Lutetia. So halten manche diese Fische für zu teuer, andere für zu alt. Das ein oder andere führt gerne zu einer fulminanten Keilerei.

Verleihnix, eigentümlicher Fischhändler aus Asterix (und auch nur ganz klein weil das mit den Bildrechten ein Mirakel ist)

Die Fische in diesem Beitrag sind Rezepte des Wandels. Mal sind sie alt, mal weit her geholt, sie schmecken nicht jedem und manchmal sind sie teuer.

Eine lose Serie über Wandel und Patentrezepte

In einer losen Serie soll es hier also um 'Transitionen', change, Wandel oder Patentrezepte im Allgemeinen gehen. Das ist, was Sie als Unternehmenskapitän brauchen, wenn tradierte Methoden ins Stocken kommen. Wenn es nicht mehr weiter geht wie gewohnt, weil der dumme Markt sich ändert oder die lästigen Kunden etwas ganz anderes wollen oder diese 'Tigidalisierung' auch ihre Branche entdeckt hat.

Gerne kommen dann 'Berater', die sich auskennen mit sowas. Coaches, Trainer, Agilisten. Die legen einen Plan vor, in 16:9 und mit großen, inhaltsschweren Worten wie 'mindset change'. Nach Plan und best practice ist in kaum sechs Monaten Ihr Laden auf links gedreht, alles agil und die Umsätze strömen wieder. Berater gehen heim, Abschlussfanfare, Welt gerettet.

Die doofe Nachricht: 'agil' ist kein Patentrezept und wandeln müssen Sie sich leider selbst

Und doch haben alle einen in Powerpoint gegossenen Masterplan. Mit Zwischenüberschriften! Nur, dass das ist wie ein Fisch, der schon ein Weilchen liegt. Und Sie wissen ja, wo Fische zu riechen beginnen.

Hier soll es also darum gehen, die vielen Ansätze, Methoden und Instant-Change-Pakete auf ihre Substanz hin zu zerlegen. Oder — um Asterix noch einmal die Ehre zu geben: an die Fischtheke gehen und die Fische genau ansehen, nachsehen, was dran ist. Vielleicht werden wir dabei gemeinsam ein wenig schlauer, vielleicht klären sich ein paar Zusammenhänge und es wird klarer, aus welchen anderen Rezepten sich Strömungen bedienen. 

Vielleicht wird auch alles noch viel vielleichtiger.

Rezepte sezieren 

Auf der Methodentheke liegen momentan und ohne Reihenfolge:

Ja, da sind noch jede Menge andere. Die gute alte Tante Scrum und die weiter entfernt wohnende Großtante Kanban. Und wie das bei Familientreffen so ist, auch die Verwandten aus SAFEistan kommen dran.

Und wenn vorher Mut und Ideen nicht ausgehen, dann sezieren wir hier auch, was die großen Unternehmensberatungen anzubieten haben. Das wird lustig.

Ja, Sie können kommentieren.
Nur zu. Vielleicht entsteht eine Debatte, das ist schöner.

Eines noch: wissen Sie, wie unser Verleihnix in der US-Ausgabe heisst?
'Fishstix' heisst er — sehr treffend: in Fischstäbchen ist alles mögliche geschreddert und paniert ... vielleicht auch Fisch. 

 

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