You are here

Agile Unternehmenskultur

Was macht agile Unternehmen aus? Wie arbeiten sie? Welche Werte leben sie? Das waren die Fragen, die ich mir und Mitarbeitern, Führungskräften, Product Ownern, Scrum Masters und CEOs agiler Unternehmen in den letzten 10 Monate häufiger gestellt habe.

Im Rahmen meiner Masterarbeit hatte ich die einmalige Gelegenheit dem Mythos Unternehmenskultur näher zu kommen.

Der zentrale Aspekt, der sich durch alle Unternehmen, ob groß oder klein, jung oder alt, gezogen hat, war Vertrauen. Vertrauen, das die Führungskräfte in ihre Mitarbeiter setzen. Vertrauen, dass ihre Mitarbeiter die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen haben, um das gemeinsame Unternehmen voranzubringen und gemeinsame Ziele zu erreichen. Vertrauen, dass die Mitarbeiter Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen. Das Vertrauen und Wissen, dass alle gemeinsam am gleichen Strang ziehen.

Mit diesem Vertrauen wird ein Umfeld geschaffen, in dem Teams autonome Entscheidungen treffen können. In dem sie die Möglichkeit haben über den Tellerrand zu schauen, und sich weiteres Wissen aneignen können.

Mit diesem Vertrauen wird ein Umfeld geschaffen, in dem Informationsverteilung eine Führungsaufgabe ist. Weg von dem Spruch „Wissen ist Macht“, hin zum Verständnis des Unternehmens als Netzwerk. Ein Netzwerk kann nur funktionieren, wenn der Informationsfluss gewährleistet wird. Nur die Kenntnis der entsprechenden Informationen ermöglicht es den Teams, die für das Unternehmen richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit diesem Vertrauen wird eine Atmosphäre geschaffen, in der Feedback respektvoll gegeben und angenommen werden kann. In der Entscheidungen zur Diskussion gestellt und in Frage gestellt werden können. In der Fehler als Chance zum Lernen begriffen werden und deshalb nicht unter den Teppich gekehrt und bestraft werden. In der man sich auf Augenhöhe begegnet.

Wenn dieses Vertrauen nicht da ist sondern formale Kontrollmechanismen, Regeln und Vorgaben eingesetzt werden führt das zu Frust, Demotivation und ‚Dienst nach Vorschrift’. Das kann sich kein Unternehmen erlauben, das innovative und tolle Produkte entwickeln will.